Steuererklärung 2025: Wie viel bekomme ich zurück?
Für Angestellte behält der Arbeitgeber jeden Monat Lohnsteuer ein. Diese Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung. Mit der Steuererklärung rechnet das Finanzamt die tatsächliche Einkommensteuer aus – und erstattet zu viel gezahlte Beträge. Im Durchschnitt sind das bei Arbeitnehmern rund 1.000 € pro Jahr.
So nutzen Sie den Rechner für eine Erstattungsprognose
- Wählen Sie das Steuerjahr 2025.
- Tragen Sie Ihr voraussichtliches zu versteuerndes Einkommen ein (Bruttolohn minus Sozialversicherung, Werbungskosten, Sonderausgaben).
- Geben Sie die einbehaltene Lohnsteuer, den Soli und die Kirchensteuer aus Ihrer Lohnsteuerbescheinigung ein (Zeilen 4 bis 6).
Beispiel
Ihr Arbeitgeber hat Lohnsteuer auf Basis eines zvE von 44.000 € einbehalten, also 8.626,00 €. Mit Ihrer Steuererklärung machen Sie zusätzlich 2.000 € Werbungskosten geltend (Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Homeoffice), Ihr zvE sinkt auf 42.000 €. Die tatsächliche Einkommensteuer 2025 beträgt 7.966 €. Ergebnis: 660,00 € Erstattung.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Einbehaltene Lohnsteuer (Lohnsteuerbescheinigung) | 8.626,00 € |
| Tatsächliche Einkommensteuer 2025 | 7.966,00 € |
| Erstattung | 660,00 € |
Typische Gründe für eine Erstattung
- Werbungskosten über dem Pauschbetrag von 1.230 €: Pendlerpauschale, Arbeitsmittel, Fortbildung, Homeoffice-Pauschale (6 € pro Tag, max. 1.260 €);
- Sonderausgaben: Spenden, Kirchensteuer, Kinderbetreuung (80 % bis 4.800 € je Kind ab 2025);
- haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen (20 % der Lohnkosten direkt von der Steuer);
- Jobwechsel, Arbeitslosigkeit, Elternzeit oder Teilzeit im Laufe des Jahres.
Fristen für die Steuererklärung 2025
Wer zur Abgabe verpflichtet ist (z. B. Steuerklasse III/V, Lohnersatzleistungen über 410 €), muss die Erklärung 2025 bis zum 31. Juli 2026 abgeben, mit Steuerberater bis 1. März 2027. Wer freiwillig abgibt, hat vier Jahre Zeit: Die Erklärung 2025 kann bis Ende 2029 eingereicht werden – auch rückwirkend für 2022 bis 2024 lohnt sich ein Blick.
Die Prognose ist so genau wie Ihr zvE. Bei Kindern rechnet das Finanzamt zusätzlich die Günstigerprüfung zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag; diese ist hier nicht enthalten.
So schnell kommt das Geld
Die Bearbeitungszeit liegt je nach Bundesland und Jahreszeit meist zwischen vier und acht Wochen nach Eingang der Erklärung. Wer früh im Jahr über ELSTER abgibt und die vorausgefüllte Steuererklärung (Belegabruf) nutzt, bekommt das Geld oft schneller. Prüfen Sie den Bescheid nach Eingang: Weicht er von Ihrer Erklärung ab, können Sie innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. Erstattungen sind übrigens nicht steuerpflichtig; nur Erstattungszinsen, die nach 15 Monaten anfallen können, gelten als Kapitalertrag.
Unser Tipp: Sammeln Sie Belege das ganze Jahr über in einem Ordner oder per Foto auf dem Handy – Rechnungen für Arbeitsmittel, Fortbildungen, Handwerker und Spenden. Dann ist die Steuererklärung im Frühjahr in einer Stunde erledigt, und Sie vergessen keinen Posten, der Geld bringt.
FAQ
Wie berechne ich meine Steuererstattung?
Ziehen Sie die tatsächliche Einkommensteuer (laut Tarif auf Ihr zvE) von der bereits einbehaltenen Lohnsteuer inklusive Soli und Kirchensteuer ab. Ist das Ergebnis positiv, erhalten Sie eine Erstattung.
Wie viel bringen 2.000 € zusätzliche Werbungskosten?
Bei einem zvE um 42.000–44.000 € rund 660,00 € (2025, ledig, ohne Kirchensteuer).
Bis wann muss die Steuererklärung 2025 abgegeben werden?
Pflichtveranlagte bis 31. Juli 2026 (mit Steuerberater bis 1. März 2027). Freiwillig geht es bis Ende 2029.
Quellen: § 32a EStG in der Fassung des Steuerfortentwicklungsgesetzes (BGBl. 2024 I Nr. 449), § 3 und § 4 SolZG 1995, Bundesfinanzministerium; Steuernews Dezember 2025; finanz.de vom 19.09.2026 (Pläne 2027). Stand: 5. November 2026.